Ein eigenes Haus in Ungarn – bezahlbar und idyllisch

ein eigenes Haus in Ungarn

Unser eigenes Haus in Ungarn

Vor über zwanzig Jahren sah ich einen Bericht im Fernsehen in dem erwähnt wurde, dass es in Ungarn sehr preisgünstige Häuser, zum Teil schon ab 10.000 DM (damals noch unsere gültige Währung in Deutschland) zu kaufen gibt. Es wurde berichtet, dass viele Österreicher und Deutsche dort Wohneigentum erwerben, sowohl als Feriendomizil als auch für den späteren Ruhestand.

Ich muss gestehen, dass ich damals gar nicht wusste, wo Ungarn genau liegt. Meine Vorstellung von Ungarn war geprägt von dem Kultfilm „Ich denke oft an Piroschka“.

Dennoch interessierte mich diese Meldung sehr. Als ich meinem Mann hiervon berichtete war er nicht überrascht, denn er hatte auch schon von dieser Möglichkeit gehört. Er recherchierte im Internet und fand tatsächlich einen in Ungarn ansässigen Makler, der deutsch sprach. Wir vereinbarten mit dem Makler einen Termin zur Besichtigung mehrerer Häuser und fuhren nach Ungarn.

Wir hatten schon immer vom eigenen Haus mit großem Garten geträumt, aber auf Grund der Grundstückspreise war dieser Traum in Deutschland nicht zu verwirklichen. 

Drei Monate später waren wir Besitzer eines älteren, renovierungsbedürftigen Hauses in einem kleinen Dorf in Südungarn in idyllischer Lage und mit einer Grundstücksgröße von ca. 3500 qm. Etwa 1000 qm war eingezäunt, der Rest war Wald. In Ungarn sind im ländlichen Bereich die Grundstücke sehr groß, da die Bevölkerung hier früher auf Selbstversorgung ausgerichtet war.

Wir wollten das Haus nur als Feriendomizil nutzen und fanden das Ganze irgendwie abenteuerlich.

Als wir im Grundbuch eingetragen waren, fuhren wir zum ersten Mal als stolze Hausbesitzer nach Ungarn. Bei der Ankunft erwartete uns ein für uns überraschender Anblick. Das bei der Besichtigung sauber gemähte Grundstück war ziemlich überwuchert von zwischenzeitlich hochgewachsenem Unkraut. Wir lernten die ungarischen Grundstücksnachbarn kennen und trotz mangelnder Sprachkenntnisse konnten wir uns mit Ihnen darüber einigen, dass sie das Grundstück mähen würden. Danach sah alles schon viel besser aus

Atelier und Gästehaus
Pavillon

Da wir beide selbstständig berufstätig waren, konnten wir anfangs meist nur eine Woche in Ungarn bleiben und diese Zeit war immer schon vorher verplant für Renovierungsarbeiten. Trotzdem lernten wir Land und Leute kennen und schätzen. Wir saßen abends auf der Terrasse und sahen, dass hier die Sterne heller leuchteten als zuhause in der Stadt. Es gab im ländlichen Raum keine Lichtverschmutzung.

Auch die Tierwelt war auf dem Land sehr vielfältig. Wir sahen Tiere, die wir vorher noch nie lebend zu Gesicht bekommen hatten:

  • Hirschkäfer
  • Nashornkäfer
  • Dachs
  • Wiedehopf
  • Bienenfresser
  • Leuchtkäfer
  • Heimchen
  • Laubfrösche
  • Smaragdeidechse
Trauben

Im Laufe der nächsten Jahre renovierten wir das Haus. Teilweise leisteten wir Eigenarbeit, teilweise ließen wir Handwerker kommen. In Ungarn sind die Arbeitslöhne im Vergleich zu Deutschland sehr niedrig und so konnten wir Stück für Stück unseren Traum verwirklichen.

In Ungarn war es früher üblich, außerhalb der häuslichen Küche in einem weiteren Raum im Haus oder im Garten eine „Sommerküche“ einzurichten. Grund ist wohl, dass es in Ungarn im Sommer sehr warm ist und kochen in der „normalen“ Küche die Raumtemperatur erhöhen würde. Für mich selbst ist unsere „Outdoorküche“ ein Traum.

eigene haus in ungarn

Das Leben in Ungarn ist kostenmäßig günstiger ist als in Deutschland. Wir haben inzwischen das Rentenalter erreicht und haben unseren Wohnsitz in Deutschland nicht aufgegeben, aber wir verbringen möglichst viel Zeit in Ungarn.

Den alten Spruch „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ kann ich auch widerlegen. Ich habe von Anfang an intensiv ungarisch gelernt und spreche diese Sprache inzwischen ziemlich gut.

Luftbild

Was ist noch wichtig zu wissen?

Ihr könnt immer noch ein relativ preisgünstiges Haus in Ungarn kaufen. Als Käufer wird man im Grundbuch eingetragen, man muss also nicht befürchten, dass man eines Tages anreist und jemand anderes wohnt im Haus.

Es ist sinnvoll sich an einen Makler zu wenden, der deutsch spricht und alle Formalitäten vorbereitet. Bezüglich des Kaufpreises ist das in Ungarn etwas anders als in Deutschland und man sollte unbedingt verhandeln.

Für Deutsche sehen die Preise der Häuser sehr günstig aus und man ist vielleicht der Meinung, ein Schnäppchen zu machen. Aber Vorsicht, hier täuscht man sich leicht und bezahlt unter Umständen viel zu viel Geld für das Objekt. Auch die Abwassersituation ist wichtig. Es gibt Orte, wo Abwasser in eine Grube am Haus fließt, die dann regelmäßig geleert werden muss. Das ist nicht unbedingt komfortabel.

Nach Möglichkeit sollte man einen Ort wählen, der auch über einen Laden zum Einkaufen der wichtigsten Lebensmittel verfügt. Wo ist der nächste Arzt, evtl. ein Krankenhaus, ein Postamt, eine Apotheke. Auch diese Fragen sind wichtig

In den Dörfern meldet sich der Postbote, wenn man ein entsprechendes Schild an den Gartenzaun hängt. Wenn man einen Brief oder ein Paket aufgeben will, muss man nicht unbedingt zum Postamt gehen. Die Postgebühren sind in Ungarn relativ teuer. An Wochentagen kommt morgens ein Brotwagen.

Auch Gasflaschen, die häufig zum Kochen benutzt werden (ich benutze diese in meiner Outdoorküche) werden ins Haus geliefert. Man muss sich nur erkundigen, wann der Wagen üblicherweise kommt. Meist fahren diese mit Lautsprecheransage durch den Ort. Des Öfteren haben diese auch Pflanzensetzlinge, Blumen- oder Kräutererde, Düngemittel und ähnliche Artikel an Bord.

In Ungarn herrschen strenge Vorschriften bezüglich des Rauchens und Zigaretten gibt es nur in speziellen Tabakläden, auf ungarisch heißt das „Nemzeti dohánybolt“. In Gaststätten, öffentlichen Verkehrsmitteln, Ämtern usw. herrscht Rauchverbot. Vor Gaststätten und Kneipen darf im Umkreis des Eingangs nur mit einem Abstand von 5 Metern geraucht werden.

Auch das Autofahren ist nur mit 0,0% Alkohol erlaubt, und dieses Verbot ist ernst zu nehmen. Die Strafen bei Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit mit dem Auto sind ebenfalls erheblich. 

Das Mobilfunknetz in Ungarn ist übrigens erstaunlich gut ausgebaut – besser als in vielen Gegenden in Deutschland. 

Also, bis bald mit einem eigenen Haus in Ungarn! 

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