Warum wir Insekten dringend brauchen

Insekten
Die Insekten sind in Gefahr

Auch wenn wir Insekten manchmal als lästig empfinden, sie sind für das Gleichgewicht in der Natur und für die Landwirtschaft unabdingbar.

Sie bestäuben Pflanzen und stellen einen wichtigen Bestandteil der tierischen Nahrungskette dar. Viele Vögel, Säugetiere, Reptilien und Amphibien ernähren sich von diesen Tieren. Leider ist in Europa im letzten Jahrzehnt der Bestand an Insekten massiv zurückgegangen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird das schwerwiegende Folgen für die Ernährungssituation der Menschen und Tiere haben. Unsere Landwirtschaft, besonders der Obst- und Gemüseanbau könnte ohne die Bestäubung der Blüten durch Insekten nicht auskommen. Ich habe Informationen für euch zusammengestellt, wie ihr euren Garten zum Refugium von nützlichen Insekten gestalten könnt. Meist sind nur weitere blühende Pflanzen und die Schaffung von Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten erforderlich.

Hummeln fliegen im  Frühjahr vor den Bienen, Schmetterlingen und Wespen. Deshalb sind Sie wichtige Bestäuber für Obst- und Gemüsepflanzen. Hummeln sind weniger kälteempfindlich als Bienen. Sie fliegen auch bei niedrigen Temperaturen und Feuchtigkeit, wenn Bienen nicht ausfliegen können. Sie nisten in Erdröhren, in losen Steinmauern und manchmal auch in Vogelnistkästen. Oft fehlt es an Nistmöglichkeiten.

Wichtige Pflanzen für die Ernährung der Hummeln sind Wiesenklee, Weißklee, Besenheide, Klatschmohn und Sonnenblumen. Im Garten sind Kapuzinerkresse, Lupinen, Rittersporn und Stockrosen gute Nährpflanzen für Hummeln, wobei nicht nur die Artenvielfalt sondern eben auch die Quantität des Nahrungsangebotes zählt.

Feldwespen (das sind die mit den langen Hinterbeinen) haben sich auch bei uns eingestellt. Sie sind nicht gerade meine Lieblinge im Insektenreich. Sehr zu meinem Leidwesen hatten sie sich während unserer Abwesenheit im Schloss des Gartentors eingenistet und meinen Mann beim Aufschließen in die Hand gestochen. 

eigenes Haus in Ungarn

In einem der Krüge, die ich zur Dekoration aufgehängt hatte, war plötzlich ein Feldwespennest. Am Rand des Kruges saßen stets zwei Wächter, die genau auf die Umgebung achteten.

Ich stand da Auge in Auge mit dem Grenzschutz der Feldwespen und kann aus Erfahrung sagen, dass Verstöße gegen die Wespenordnung sehr schmerzhaft sein können.

Insekten

Diese „Waldtreppe“ in unserem Garten ist seitlich mit Teppichphlox, kriechendem Thymian und Mauerpfeffer bepflanzt. In der Blütezeit werden diese Pflanzen von Bienen und Hummeln besucht. Außerdem ist es auch optisch eine Bereicherung für den Garten. Auf den gemulchten Stufen sonnen sich die seltenen Smaragd-Eidechsen, die das Nahrungsangebot an Insekten schätzen.

Bienen und andere Insekten trinken auch Wasser. Ich habe einen Topfuntersetzer aus Keramik mit Kieselsteinen gefüllt und danach mit Wasser aufgegossen, damit diese nicht ertrinken. Die Bienen nehmen das Angebot offensichtlich gerne an. Hier trinken auch Vögel. Für diese haben wir allerdings noch ein richtiges Vogelbad aufgestellt.

Für Schmetterlinge ist der sogenannte Schmetterlingsflieder (Buddleja) am bekanntesten. In der Blütezeit wird er in unserem Garten stets von Schmetterlingen besucht. Wir haben festgestellt, dass Schmetterlinge auch gerne etwas Wasser annehmen. Dazu sprühen wir den Schmetterlingsflieder mit einem leichten Sprühstrahl aus dem Gartenschlauch an. Dann stürzen sich die Schmetterlinge regelrecht auf die feuchten Blätter. Schmetterlinge benötigen zur Arterhaltung geeignete Plätze, an denen Puppen, Raupen, Eier oder ausgewachsene Falter überwintern können. Im Herbst sollten wir den Garten nicht vollständig abräumen und den wilden Wein und Efeu nicht völlig zurückschneiden.

Bei der Gartengestaltung habe ich auf blühende Pflanzen geachtet. Stockrosen, Säckelblume, Rosen, Gewürzkräuter, Gartensalbei, Dost (wilder Majoran) sind nur einige Beispiele. Naturnahe Bepflanzung schließt eine schöne Gartengestaltung nicht etwa aus, sondern sie bereichert diese.

Wildbienen nisten an den ungewöhnlichsten Stellen. Man findet sie manchmal sogar in Briefkästen, Erdlöchern und löchrigen Steinmauern. Manche Arten nehmen Nisthilfen wie hohle Pflanzenhalme (z. B. Schilf), Ziegelsteine mit Löchern, gebohrte Holzblöcke, umgedrehte Blumentöpfe und natürlich auch *Insektenhotels gerne an. Insektenhotels sollten übrigens an einem sonnigen Platz stehen, denn Insekten lieben es warm.

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